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Iannis Xenakis | Voile
Beethoven | aus Quartett op. 135
Mahler | aus Sinfonie Nr. 10
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Sa . 27. Januar 2018 . 20:00 Uhr  :  Rundkirche .  Tempelhofer Feld  .  Wolffring Ecke Boelckestr. 72  .  12101 Berlin  
So . 28. Januar 2018 . 20:00 Uhr  :  Heilig-Kreuz-Kirche  .  Zossener Str. 65  .  10961 Berlin-Kreuzberg  
 
Eintritt  :  15 Euro bzw. 8 Euro   |  13 / 6  €  im Vorverkauf  |  Ermäßigung gegen Ausweis  
     
 
Iannis  Xenakis  (1922 - 2001)  |  Voile, für 20 Streicher (1995)
Xenakis überschrieb sein kurzes Werk mit dem im Französichen doppeldeutigen Begriff "voile" - auf der einen Seite das Segel: "la voile", auf der anderen der Schleier: "le voile".

Es ist ein Auftragswerk des Münchener Kammerorchesters, das dieses Stück in einer Konzertankündigung vom 22.02.2017 kurz und prägnant so beschreibt:
"... ein Fünfminüter, dessen knirschende Aggressivität nichts von seiner Radikalität
eingebüßt hat".

zit. nach: Münchener Kammerorchester

Aus einer Rezension der "The Canberra Times" über ein Konzert des Australian Chamber Orchestra (ACO) vom 9. April 2016:
"ACO artistic director Richard Tognetti AO began the evening by conducting Iannis Xenakis's Voile, a highly mathematical composition. Although it was well-articulated in the more forceful sections, overall it left a bit to be desired ... The audience responded uncertainly; indeed it seemed that the musicians were equally unsure of how to interpret or express the piece."

zit. nach: Leonard Weiss The Canberra Times, 11. April 2016

Ludwig van  Beethoven  (1770 - 1827)  |  Langsamer Satz aus dem Streichquartett Nr. 16 F-Dur op. 135 (1826)
in einer Bearbeitung für Streicher von Leonard Bernstein
Assai lento, cantante e tranquillo (Des-Dur)
Beethovens letztes vollendetes Werk

Offenbar wollte Beethoven ein lediglich dreisätziges Quartett komponieren, schrieb aber vermutlich auf Wunsch seines Verlegers Schlesingers doch noch ein Quartett in vier Sätzen. Aus der Erinnerung zitierte Schlesinger im Jahr 1859 einen inzwischen verschollenen Brief Beethovens: "Sehen Sie, was ich für ein unglücklicher Mensch bin, nicht nur, daß es was schweres gewesen es zu schreiben, weil ich an etwas anderes viel größeres dachte, und es nur schrieb, weil ich es Ihnen versprochen und Geld brauchte ..."

Gustav  Mahler  (1860 - 1911)  |  Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur (unvollendet - begonnen 1910)
in einer Bearbeitung für Streichorchester v. Hans Stadlmair
Adagio: 275 Takte in Particell und Partiturentwurf
Gustav Mahlers 10. Sinfonie sollte in den weit ausgreifenden Außensätzen ein großer autobiografischer Schmerz- und Klagegesang werden, worauf viele Annotationen in der Partitur hinweisen. Nach der Skizzierung der ersten beiden Sätze erfuhr Mahler vom Verhältnis seiner Gattin Alma mit dem Architekten Walter Gropius, was ihn in tiefe Verzweiflung stürzte. In dieser Zeit skizzierte er noch die restlichen drei Sätze und begann mit der Ausarbeitung in Partitur, die er nur im ersten Satz zum Abschluss brachte.
     
 
Leitung  :  Rainer Johannes Kimstedt